Gesundheit & Pflege
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AUSSTATTUNG
Empfehlenswert sind ein Halsband aus weichem Leder (kein Metall-,Würge-oder
Stachelhalsband) sowie eine ca. 2 m längenverstellbare Leine aus Leder.
Futter-und Wassernapf sollten standfest und leicht zu säubern sein und ihren
festen Platz in der Wohnung haben. Pflegeleichte Decken ( sollten bei 60 Grad
waschbar sein) sollen auf Liege-und Schlafplätzen den Hund auch vor Bodenkälte
schützen.
Die regelmäßige körperliche Pflege des Hundes kann man schon dem Welpen
antrainieren und dient zur Gesunderhaltung unseres Vierbeiners.
HAUT UND FELL
Das Fell des Hundes ist durch eine natürliche Schutzschicht gegen Schmutz und Nässe
weitgehend “geschützt”. Zerstören Sie deshalb diese Schutzschicht nicht
durch zu häufiges Baden mit Shampoo ( nur bei medizinischer Indikationn und
dann mit speziellen Mitteln vom Tierarzt).
Die tägliche Pflege des Fells besteht aus Bürsten, wiederum rasseabhängig, da
langhaarige Hunde mehr Pflege brauchen als Kurzhaarige.
Sollte das Tier gerade in den Wintermonaten sehr schmutzig sein ,so reicht das
Abduschen mit klarem lauwarmen Wasser. Zur Unterstützung des Fellwechsels im Frühjahr
und Herbst eignet sich die Gabe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren
(Pflanzenöle) oder Biotin ( Vitamin H) als Pulver. Manche Hunderassen müssen
geschoren oder getrimmt werden.
OHREN
Gesunde Hundeohren reinigen sich selbst und haben einen wachsartigen Geruch,
deshalb sollten Sie niemals Wattestäbchen zur Reinigung des Hundeohres
benutzen.
Rassen mit übermäßig langen Ohren (Basset, Cocker Spaniel) sollten öfter
kontrolliert werden als stehohrige Hunde. Jede Veränderung am Hundeohr, sei es
Geruch oder Ausfluß sollten Sie nicht selbst behandeln, sondern einen Tierarzt
zu Rate ziehen.
AUGEN
Normalerweise benötigen gesunde Augen keine spezielle Pflege. Augensekret am
Morgen ist harmlos und kann mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Verwenden
Sie niemals Kamille am Auge.
ZÄHNE
Regelmäßige Zahnpflege ( durch weiche Kalbsknochen, Kauutensilien wie
Ochsenfiesel, Ernährung bei der gekaut werden muß oder 2x wöchentlich Zähneputzen)
sowie Zahnkontrolle beim jährlichen Impftemin durch den Tierarzt ist
erforderlich. Zahnstein muß entfernt und kranke Zähne müssen versorgt werden,
denn ein schlechtes Gebiß ist häufig die Ursache für Herz-und
Nierenerkrankungen durch die Streuung von Bakterien in die Blutbahn. Zähne
erreichen erst im Alter von 2 Jahren ihre volle Stabilität und dürfen bis
dahin nicht beim Spielen mit dem Hund oder Tragen schwerer Gegenstände übermäßig
belastet werden, da dann die Bruchgefahr groß ist. Das Spielen mit Steinen
sollte von Anfang an unterbunden werden, da es zu einer Abrasion des gesamten
Gebisses führt.
KRALLEN
Die Krallen eines Hundes mit ausreichender Bewegung auf wechselndem Untergrund müssen
nicht geschnitten werden. Ausnahme: die Daumenkrallen an den Vorderfüssen,
diese können manchmal in den Ballen wachsen.
GEWICHT
Die beste Kontrolle ist immer noch das regelmäßige Wiegen, wenn es die Größe
des Hundes zuläßt. Der Hund sollte eine sichtbare Taille haben und die Rippen
sollten von außen spürbar sein. Bedenken Sie, dass Übergewicht auch bei
Hunden zu organischen Schäden führen kann.
IMPFUNGEN
Hunde sollten gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Tollwut (virale
Erkrankungen) und Leptospirose( bakterielle Erkrankung) geimpft werden,
Erkrankungen, die ohne Impfschutz lebensbedrohlich ja sogar tödlich verlaufen können.
Die erste Impfung erfolgt in der 8.Lebenswoche und muß nach 4 Wochen
aufgefrischt werden, erst dann ist der Impfschutz vollständig. Danach reicht
eine jährliche Auffrischung.
EKTO-UND ENDOPARASITEN
In den Frühjahr- und Sommermonaten können Hunde vermehrt durch Flöhe und
Zecken geplagt werden. Immer mehr Hunde reagieren auf Flohbisse mittlerweile mit
einer Flohstichallergie und auch Zecken können Erkrankungen wie die Borreliose
und die Babesiose übertragen, deshalb ist in Gebieten mit vermehrtem Floh-und
Zedkenbefall zu einer Prophylaxe gegen diese Plagegeister zu raten. Ihr Tierarzt
wird Ihnen geeignete Mittel empfehlen.
Zweimal im Jahr sollten Sie den Kot Ihres Hundes auf Würmer untersuchen lassen.
In letzter Zeit treten vermehrt Infektionen mit Giardien auf, ein Einzeller, der
im Darm des Hundes lebt und der mit einem herkömmlichen Wurmmittel nicht
beseitigt wird. Da Giardien auch auf den Menschen übertragbar sind, sollten Sie
bei ungeklärten Durchfällen auch an eine Infektion mit diesem Parasit denken.
Hunde die in Familien mit Kleinkindern leben, sollten vorsichtshalber alle 4
Monate entwurmt werden.
WEITERE GESUNDHEITSVORSORGE
Ab dem 6. Lebensjahr empfiehlt es sich, beim Hund einmal jährlich eine
Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Versteckte Erkrankungen können nämlich
damit oft im Anfangsstadium erkannt und damit erfolgreich behandelt werden.
Quelle: www.partner-hund.de